"Wasser ist ein freundliches Element für den, der damit bekannt ist und damit umzugehen weiß."

 

Johann Wolfgang von Goethe



Wasser

Wasser ist die Quelle allen Lebens. Zwei Drittel der Erde sind von Wasser bedeckt. Wasser prägt unseren Planeten, es beeinflusst das Klima, liefert Nahrung und Energie und übt seit jeher eine große Anziehungskraft auf Menschen aus. Wasser hat eine einzigartige chemische und physikalische Struktur. Es kann in drei Aggregatzuständen vorkommen. Wasser besteht aus den Elementen Sauerstoff und Wasserstoff, kommt aber praktisch nicht als Reinstoff vor. Wasser enthält gelöste Stoffe, vorwiegend Salze, die die Eigenschaften des Wassers verändern. Für den Gartenteich heißt das, dass man verschiedene Wasserparameter kennen und den Bedürfnissen des Teiches anpassen muss

Gesamthärte (GH):



Die Wasserhärte ist ein Maß für die Gesamtsumme der im Wasser gelösten Mineralien. Wasser. Eine ausreichende Härte ist für funktionierende Prozesse im Teich wichtig. Der optimale Gesamthärte liegt bei 10-12° dH. Wichtiger jedoch ist die Karbonathärte.

Karbonathärte, Säurekapazität (KH)



Die Karbonathärte, auch richtiger Säurebindungsvermögen, ist der wichtigste Wert für das Wasser im Gartenweich. Dieser wird durch die Verbindung von Kalzium und Magnesium mit Kohlendioxid bzw. Kohlensäure hervorgerufen. Diese Verbindungen bezeichnet man als Bikarbonate und Karbonate. Eine optimale Karbonathärte ist Vorraussetzung für stabile Wasserwerte. Je höher die Karbonathärte, desto mehr Kohlendioxid kann im Wasser gebunden werden.

Dies begünstigt den Pflanzenwuchs und beugt pH -Schwankungen oder einem gefährlichen pH- Sturz vor. Man spricht auch von einem Pufferungsvermögen. Der KH-Wert sollte regelmäßig wöchentlich oder aber nach starken Regenfällen gemessen werden. Regenwasser enthält keine Karbonathärte, so dass starker Regen das Wasser im Teich „verdünnt". Der optimale Wert liegt bei 8°dH, starke Schwankungen sollten vermieden werde. Zum Aufhärten ist OptiCarbon hervorragend geeignet, es ist sicher und genau zu dosieren, die Karbonathärte wird schnell angehoben, der pH-Wert wird stabilisiert.

Wasser enthält so genannte Härtebildner wie Kalzium- und Magnesiumsalze sowie Natrium und Kalium. Die Konzentration der Härtebildner bildet die Gesamthärte. Die Messung erfolgt in deutschen Härtegraden, die Einheit wird in °dH oder in mmol/l angegeben.


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pH-Wert



Der pH-Wert (pondus Hydrogenii) beschreibt den Säure-Basen-Grad des Wassers. Die pH-Wert Skala reicht von 0 - 14. Ein pH-Wert von 7 entspricht einer neutralen Lösung, Werte darunter sind sauer und Werte darüber entsprechen einer alkalischen oder basischen Lösung.

Der pH-Wert wird von vielen Faktoren beeinflusst. Ganz entscheidend ist die Pufferkapazität, das heißt die Karbonathärte und der Kohlenstoffdioxidgehalt. Wasser nimmt abhängig von der Karbonathärte Kohlendioxid auf. In Verbindung mit Wasser entsteht Kohlensäure, welche den pH-Wert stark absenken kann. Ein richtiger Karbonatgehalt (KH-Wert) ist somit entscheidend für einen stabilen und optimalen pH-Wert.

Da der pH-Wert innerhalb von 24 Stunden Schwankungen unterlegen ist, sollte immer zur gleichen Tagezeit gemessen werden. Der optimale pH-Wert im Gartenteich sollte bei 8 bis 8,4 liegen. In diesem Bereich hat das Wasser ein ideales Kalk-Kohlensäuregleichgewicht.

Bei einem zu hohen (> 8,5) pH-Wert ist als Soforthilfe der Einsatz von OptiAcid hilfreich .OptiAcid pH-minus senkt schnell und sicher zu hohe pH-Werte, gleichzeitig dient es der Soforthilfe bei akuten Ammoniakvergiftungen. Zu hohe pH-Werte sind für Fische sehr belastend. Der oftmals damit einhergehende CO2-Mangel behindert einen guten Pflanzenwuchs. Langfristig ist allerdings die pH -Regulierung mittels des Karbonatwertes die bessere Lösung.


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Ammonium/Ammoniak



Ammonium ist ein Stoffwechselprodukt, welches die konjugierte Säure zur stark giftigen Base Ammoniak darstellt. Ammoniak ist sehr giftig und muss bei 0 mg/l liegen. Ammonium wird von Fischen als Abfallprodukt ausgeschieden. Es ist relativ harmlos, kann jedoch bei hohen pH-Werten in Ammoniak übergehen.

Nitrat, Nitrit



Nitrit ist ein Stoffwechselprodukt, welches beim Abbau von Ammoniak entsteht. Ein zu hoher Nitrit-Gehalt ist giftig für alle Teichlebewesen. Im Idealfall sollte der Nitritgehalt bei 0 mg/l liegen. Ein Nitritgehalt bis 0,3 mg/l kann kurzzeitig toleriert werden. Bei akuter Nitrit-Belastung kann ein Wasserwechsel durchgeführt werden. Anschließend sollten dem Filter nitrifizierende Bakterien zugegeben werden.

Organische Material wie Fischfutterreste, Fischkot, Pflanzenreste oder Verunreinigungen von außen enthalten einen wesentlichen Anteil an Stickstoff auf. Die Stickstoffverbindungen werden unter Sauerstoffzehrung von den Bakterien zersetzt und so letztlich wieder für die Pflanzen verfügbar gemacht. Das erste Abbauprodukt der Eiweiße sind Ammonium (NH4+) und Ammoniak (NH3). Das giftige Ammoniak liegt bei pH-Werten von über 7 vor, unter pH 7 geht Ammoniak in das ungiftige Ammonium über. Bei einem im Gartenteich erwünschten pH-Wert von bis zu 8,4 ist Ammoniak unproblematisch.

Bei der Nitritation bauen Bakterien der Gattung Nitrosomonas unter Sauerstoffzufuhr Ammoniak und Ammonium zu Nitrit (NO2) ab, anschließend entsteht durch Bakterien der Gattung Nitrobacter die Endstufe Nitrat. Nitrat ist in geringer Konzentration harmlos und wegen der Wasserbelastung z.B. durch Überdüngung der Felder kaum zu verhindern.

Bei neu eingerichteten Teichen, nach einem Wasserwechsel oder nach einer Filterreinigung ist die Gefahr einer Nitritvergiftung relativ hoch. Die nitrifizierenden Bakterien sind noch nicht ausreichend vorhanden, die Belastung durch vorhandene oder zu schnell in den neuen Teich eingesetzte Fische hingegen ist hoch. Hilfreich bei neuen Teichen ist der Einsatz von OptiBoost forte und die die Impfung des Filters mit OptiBoost initial. OptiBoost sind effektive und speziell angepasste Mikroorganismen für den Gartenteich. Sie bewirken einen optimalen Filterstart und tragen erheblich zur Förderung der biologischen Abbauleistung bei.

OptiBoost initial Bakterien gewährleisten beim Neustart eines Filters bzw. nach dessen Reinigung, dass der Filter sofort bewächst und sich ein biologischer Rasen auf dem Filtermaterial ausbildet. Schon nach 48 Stunden ist der Filter stabil und belastbar. Überbelastungen, z.B. durch zu starke Fütterung, werden sicher abgebaut. Eine mögliche leichte Trübung ist normal, verschwindet aber nach kurzer Zeit von selbst. Die beste Wirkung entfalten die Bakterien im Filter oder auf einem Bodensubstrat. Die Bakterien können ganzjährig eingesetzt werden. Wichtig ist der Einsatz bei jedem Neustart, nach einer Filterreinigung sowie nach einem Wasserwechsel. Eine Karbonathärte von mind. 6°dH ist förderlich. Diese kann mit OptiCarbon stabilisiert werden.



Hinweis

 

Im Gegensatz zur herkömmlichen Filtertechnik ohne Bakterienimpfung ist ein Belassen von Restschlamm nicht empfehlenswert und für die Ansiedlung der Starterbakterien eher schädlich. OptiBoost initial gewährleistet einen biologischen Rasen auf dem Filtermaterial nach max. 48 Stunden. Koloniebildende Einheiten: ca. 15 Millionen/g. 50g OptiBoost initial für 1.000 Liter Wasser OptiBoost ist ungiftig und für Fische, Teichpflanzen und Menschen unschädlich.


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Phosphat



Phosphat ist die wichtigste Nahrungsquelle für Algen und führt schon in geringsten Mengen (0,035mg/L) zu einer Algenplage. Phosphat wird über Futter in den Teich eingebracht. Auch Oberflächen- oder Leitungswasser kann Phosphate enthalten. Phosphate werden von Pflanzen und Algen eingelagert und können beim Absterben wieder freigesetzt werden.

Das Mittel der Wahl zum Phosphatabbau ist ExiPhos. Es ist ein Filtergranulat auf Eisen-III-Hydroxid-Basis mit Zeolith. Die hochporöse Oberfläche bietet eine hohe Beladungsrate. OptiPhos bindet zuverlässig Phosphat und Schadstoffe des biologischen Stoffwechsels. Die Algenbildung wird erheblich reduziert. Zusätzlich wird der Sauerstoffgehalt stabilisiert..


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Kohlendioxid



Kohlenstoffdioxid wird sowohl vom Wasser aus der Luft aufgenommen sowie durch Atmung von Teichlebewesen. Es reagiert mit Wasser zu Kohlensäure. Kohlendioxid ist wichtig für die Photosynthese der Pflanzen und beeinflusst das Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht.

Sauerstoff



Der Sauerstoffgehalt des Wassers im Gartenteich ist für das Wohlbefinden von Flora und Fauna äußerst wichtig. Er wird im wesentlichen von fünf Faktoren bestimmt: Salzgehalt, Gehalt an organischen Stoffen, Verbrauch, Assimilation sowie Wasserbewegung. Beim Salzgehalt ist selbstverständlich nicht Seesalz gemeint, dieses hat in einem Teich nichts zu suchen. Der Sauerstoffgehalt unterliegt zwei Zyklen, einem jahreszeitlichen und einem täglichen.

Im Winter ist der Sauerstoffgehalt höher als bei hohen Temperaturen. Im Sommer wird weniger Sauerstoff im Wasser gelöst, gleichzeitig laufen die Sauerstoff verbrauchenden Prozesse viel schneller ab. Der Sauerstoffgehalt ist am frühen Morgen am niedrigsten. Einen Test sollte man deshalb morgens durchführen. Fische verbrauchen Sauerstoff, aber auch Pflanzen und Algen, nämlich nachts. Ein Filter ist ebenfalls ein großer Sauerstoffzehrer. Dieser muss ständig in Betrieb sein, um die Filterbakterien zu erhalten.

Viele Pflanzen sowie eine starke Wasserbewegung helfen, den Sauerstoffgehalt zu erhöhen. Um den Gasaustausch nicht zu behindern, sollte der Teich nicht mehr als zu einem Drittel mit Blättern bedeckt sein. Sollte es zu einem Mangel kommen (Fische hängen an der Oberfläche und schnappen nach Luft), leistet OptiAir schnell und nachhaltig Hilfe. Durch eine spezielle Wirkstoff-Kombination wird einerseits Sauerstoff sofort freigesetzt, gleichzeitig wird das Wasser durch die Depotwirkung lange und nachhaltig mit Sauerstoff versorgt.


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Optimale Wasserwerte

GH Gesamthärte 10-12°dH > OptiMineral
KH Karbonathärte, Säurekapazität 6-10°dH > OptiCarbon
pH-Wert Säure, Basen 8-8,4 > OptiAcid, OptiCarbon
NO2 Nitrit < 0,1mg/l > OptiBoost initial
PO4 Phosphat max. 0,02 mg/l > ExiPhos
O2 Sauerstoff 7-10mg/l > OptiAir

Verwendung von Pflegeprodukten

In einem Gartenteich gibt es wegen des geringen Volumens selten ein so genanntes biologisches Gleichgewicht. Es ist ein stehendes Gewässer ohne Zu- und Ablauf, so dass man mit Aufbereitungsmitteln und technischen Geräten, ähnlich wie in einem Aquarium, nachhelfen muss. Gleichwohl kann man den Einsatz dieser Pflegemittel durch einige Maßnahmen begrenzen.

Obwohl es reizvoll ist, Fische wegen ihrer Vielfältigkeit und Schönheit zu sammeln, zeigt sich auch hier der wahre Meister in der Beschränkung. Jeder Fisch belastet das Wasser. Bei den Wasserpflanzen hingegen wird gespart. Gerade Pflanzen wie Wasserpest, Hornkraut und ähnlich schnellwüchsige Pflanzen sind enorm wichtig für ein funktionierendes Biotop. Sie produzieren Sauerstoff und sind Nährstoffkonkurrenten der Algen.

Diese Pflanzen sollten zu ca. 50% den Teichboden bedecken. Rechtzeitiges Entfernen von Schmutz und Laub trägt zu einem gesunden Teich bei. Wichtig jedoch und unvermeidbar ist ein konstanter und optimaler Karbonatgehalt.


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Wasser für den Teich



Für die Nutzung im Gartenteich sind verschiedene Quellen möglich. In jedem Fall muss man etwas Geduld aufbringen, denn Wasser muss „reifen", das heißt, es müssen sich für den Stoffwechsel wichtige Mikroorganismen ansiedeln. Mit der Impfung von speziell dafür gezüchteten Bakterien (OptiBoost initial und OptiBoost forte) kann dieser Vorgang erheblich beschleunigt werden. Ein biologisches Gleichgewicht ist im Gartenteich wegen des vergleichsweise geringen Volumens selten möglich.

Leitungswasser



Die Befüllung des Teiches mit Leitungswasser ist die beste Lösung. Die Qualität von Leitungswasser ist in der Trinkwasserverordnung geregelt. Es ist relativ sicher und frei von Verunreinigungen. Die Werte kann bei den kommunalen Wasserwerken erfragen.

Regenwasser, Grundwasser



Regen kann man nicht verhindern, es ist auch nicht schädlich. Auf keinen Fall sollte man Regenwasser über das Dach einleiten. Das Dach und die Dachrinne können mit Schadstoffen, Schmutz und Schwermetallen belastet sein. In der Regel ist Regen- oder Grundwasser sehr weich und sollte nach einer Messung des Karbonatgehaltes aufgehärtet werden. Grundwasser kann z.B. durch Dünger stark belastet sein.


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