Algen

Um es gleich vorweg zu nehmen: Algen sind keine Pflanzen, sondern bilden in der biologischen Systematik ein eigenes Reich. Es gibt eine Vielzahl von Algen, von mikroskopisch kleinen bis zu großen, pflanzenähnlichen Algen. Sie sind fast ausnahmslos an aquatische Lebensweise adaptiert und gehören zu den Hauptsauerstofflieferanten der Erde, so dass ohne die Aktivität der Algen ein hoch entwickeltes Leben auf der Erde nicht möglich wäre. Gleichwohl werden Algen in Verbindung mit einem Gartenteich fast immer mit Problemen in Verbindung gebracht. Dies ist nur bedingt richtig. Algen kommen in jedem Teich vor und sorgen für stabile Wasserverhältnisse. Darüber hinaus dienen sie vielen Kleinstlebewesen, z.B. den so genannten Wasserflöhen als Nahrungsgrundlage. Wie die Pflanzen betreiben sie Photosynthese und liefern den Teichbewohnern Sauerstoff.

Erst wenn Algen Überhand nehmen, werden sie zu einem optischen und teilweise bedrohlichem Problem. Übermäßiges Wachstum ist immer ein Indiz für ein ökologisches Ungleichgewicht. Dieses wird hervorgerufen durch eine Eutrophierung des Wassers. Der übermäßige Nährstoffeintrag wird verursacht von zu vielen Fischen, zu starker Fütterung sowie von Einträgen von außen wie z.B. Erde, Laub, Düngermittel und ähnlichen Verunreinigungen.

Einige für den Gartenteich bedeutsame Algen sollen im Folgenden vorgestellt werden.

Schwebealgen, Grünes Wasser

Mikroskopisch winzige Kugelalgen und Cyanobakterien können sich bei hohen Temperaturen, einem großen Nährstoffangebot sowie eine hohe Sonneneinstrahlung im Frühjahr und Sommer explosionsartig vermehren. Diese so genannte Wasserblüte sieht nicht nur unästhetisch aus, sie ist für das Ökosystem Gartenteich auch gefährlich. Den wichtigen Sauerstoff produzierenden und als Nahrungskonkurrenten dienenden Unterwasserpflanzen wird das Licht entzogen und eine Photosynthese unmöglich gemacht.

Abhilfe durch Fische

Die beste weil natürlichste Gegenmaßnahme ist der Einsatz von Algen fressenden Tieren. Neben den meist schwer erhältlichen Wasserflöhen, die eigentlich kleine Krebse sind, sind dies in erster Linie Silberkarpfen. Diese Fische ernähren sich vorwiegend von Schwebealgen. Allerdings werden sie mit ca. 30cm recht groß.

Die Nasen sind bodengebundene, friedliche Schwarmfische. Sie fressen neben Plankton Algenaufwuchs von Steinen und vom Teichrand. Auch die Nasen werden mit 35 cm ziemlich groß.

Graskarpfen sind nur bedingt zur Algenbekämpfung geeignet. Sie sind mit 60 cm Länge nur für große Teiche geeignet. Neben Algen fressen sie auch Wasserpflanzen gern, so dass sie einem gesunden Pflanzenbestand gefährlich werden können.

Der Silberkarpfen ist ein friedlicher Schwarmfisch aus Ostasien. Mit ca. 80cm Länge ist er jedoch nur für große Teiche geeignet. Allerdings ist er ein hervorragender Schwebealgenfresser, der die größeren Pflanzen in Ruhe lässt.

Abhilfe durch Teichpflanzen

Stark wachsende Wasserpflanzen wie Wasserpest, Hornkraut oder Tausendblatt entziehen dem Wasser Nährstoffe und treten damit in Konkurrenz zu den Algen. Sie sind quasi Nährstoffspeicher, die man, wenn sie zu üppig wachsen, leicht entfernen kann. Da diese Pflanzen gleichzeitig Sauerstoff produzieren, sind sie im Gartenteich doppelt wertvoll. Unterwasserpflanzen haben keinen Zugang zum wichtigen Kohlendioxid. Sie müssen ihren CO2-Bedarf aus dem Wasser decken. Die ist nur bei einer ausreichenden Karbonathärte (Säurekapazität) von mindestens 6° möglich.

Abhilfe durch UVC – Bestrahlung

UVC-Teichklärer sind oft Bestandteil eines Teichfilters. Teichwasser wird durch den UVC-Filter geleitet. Durch die Bestrahlung sterben die Schwebealgen ab und zerklumpen. Die größeren Algenklumpen werden dann abgefiltert. Die Strahlung wird nicht transportiert. Der Einsatz eines UVC-Filters ist sehr effektiv und für die Teichbewohner ungefährlich

Abhilfe durch OptiFloc

OptiFloc flockt Schwebealgen und Schmutzpartikel zu großen Flocken zusammen, welche mit einem Kescher oder im Filter abgeschöpft werden können. Das Wasser wird in sehr kurzer Zeit sauber und klar. OptiFloc ist für Fische und Pflanzen unbedenklich.

Abhilfe durch OptiGran

OptiGran verhindert zuverlässig die Vermehrung von Algen in Gartenteichen. Es ist ein Naturprodukt auf der Basis von Gerstenstroh, angereichert mit einer Kombination algenhemmender Naturstoffe sowie mit wertvollen Kienäpfeln. OptiGran entfernt Schwebealgen (Grünes Wasser) und Fadenalgen auf natürliche und biologisch schonende Weise. Gleichzeitig macht OptiGran lebenswichtige Nährstoffe für Pflanzen verfügbar. Neben den Humin- und Gerbstoffen sind es auch winzige Infusorien (z.B. Pantoffeltierchen), welche die Algenplage beseitigen und einem erneuten Wachstum vorbeugen. Die Huminstoffe bewirken eine leichte Braunfärbung des Wassers, wodurch ein Schutz gegen zu starke Sonneneinstrahlung erreicht wird.

Fadenalgen

Neben grünem Wasser sind Fadenalgen das häufigste Ärgernis für Teichbesitzer, wenigstens optisch. Denn Algen brauchen zum Wachstum, genau wie Pflanzen, Nährstoffe. Ihr Vorhandensein heißt, dass sie dem Wasser bereits einigen „Dreck“ entnommen haben, der vielleicht den Teichbewohnern geschadet hätte.
Eine Versäuerung des Wassers, wie sie durch saure Niederschläge, Fütterung der Fische und das Einleiten von Wasser über die Regenrinne, begünstigt wird, trägt zum Gedeihen der Fadenalgen bei. Abhilfe schafft die Anhebung der Karbonathärte mit OptiCarbon. Die Gesamthärte hat keinen signifikanten Einfluss auf den pH-Wert. Vermeiden Sie unbedingt den Einsatz von Gartenkalk oder Salz.
Fadenalgen kommen vorwiegend aus der Familie der, Abteilung Chlopophyta. Es gibt ungefähr 800 Arten. Fadenalgen leben in allen neutralen und sauren Gewässern, in basischen sind sie selten. Sie wachsen sehr schnell und besiedeln die Teichfolie, Steine und Pflanzen oder treiben auf der Teichoberfläche. Sie haben verschiedene Erscheinungsformen und können als Fäden, Klumpen oder Büschel auftreten. Die Ursachen für das vermehrte Auftreten sind die gleichen wie beiden Schwebealgen.

Abhilfe durch Abfischen

Eine mühselige, aber effektive und schonende Maßnahme ist das Abfischen mit einem Kescher oder mit einem Stab (Besenstiel), an dem man die Algen aufdreht. Im Fachhandel gibt es auch entsprechende Hilfsgeräte.

Abhilfe durch Teichpflanzen

Wie bei den Schwebealgen ist ein guter Pflanzenwuchs die beste Algenprophylaxe.

Abhilfe durch OptiPer

OptiPer ist ein Präparat zur sicheren und schnellen Algenbekämpfung in Gartenteichen und in der Fischzucht. OptiPer setzt sehr schnell aktiven Sauerstoff frei, welcher die Zellmembranen der Faden- und Schmieralgen durch Oxydation zerstört. Die Algen sterben ab und lösen sich auf. Auf der Oberfläche treibende Reste können mit einem Kescher abgenommen werden. Der freiwerdende Sauerstoff unterstützt die Aktivität der aeroben schlammabbauenden Bakterien (OptiBoost®). Die biologische Aktivität des Wassers wird deutlich gesteigert und Schadstoffe werden abgebaut.

Cyanobakterien, keine Algen

Cyanobakterien sind Bakterien, die früher aufgrund morphologischer und physiologischer Merkmale den Algen zugeordnet wurden. Und häufig als Blaualgen bezeichnet wurden. Cyanobakterien bilden schaumige Polster oder Kolonien oder treten als grüner oder gelber Schleier auf.

Abhilfe durch OptiBoost cyanobac

OptiBoost cyanobac ist ein neuartiges biologisches Produkt zur Reduzierung so genannter Blau- und Schmieralgen. Eine Kombination natürlicher Komponenten schafft ein für die Verursacher (Cyanobakterien) ungünstiges Milieu, so dass diese im Wachstum gestört werden und absterben.
Speziell angepasste Mikroorganismen beschleunigen die biologischen Abbauprozesse. OptiBoost cyanobac kann sowohl im Gartenteich als auch in Süß- und Seewasseraquarien eingesetzt werden. Es ist wirksam und gut verträglich. Selbstverständlich ist das Produkt frei von Antibiotika und Bioziden.
Die Maßnahmen gegen Cyanobakterien sind die gleichen wie bei Schwebalgen.

Besser als jede Algenbekämpfung ist die Prophylaxe!



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